Badminton

Weitere Informationen von Philipp Reisener zum Thema Badminton

In noch nicht einmal 150 Jahren hat sich das Rückschlagspiel, dass 1872 auf dem Landsitz des Duke of Beaufort vorgestellt und nach diesem Landsitz auch benannt wurde, nicht nur England sondern auch Deutschland erobert. Das Spiel Badminton, das von einem englischen Kolonialoffizier aus Indien nach England gebracht wurde, hat schnell die Herzen der Menschen erobern können. Schneller sogar als entsprechende Sportstätten aus der Taufe gehoben werden konnten. So kam es in der Anfangszeit des Badminton in England sogar dazu, dass das Spiel in Kirchen gespielt wurde, da diese genügend Platz - sowohl in der Höhe als auch in der Breite boten. In Deutschland verbreitete sich Badminton hingegen langsamer, hier wurde erst im 20. Jahrhundert der erste Badmintonverein gegründet und die erste reine Badmintonhalle gebaut.

Das mit bespannten Schlägern und Federball gespielte Rückschlagspiel Badminton war ein Mitbringsel eine britischen Kolonialoffiziers, der das Spiel im Jahre 1872 nach England mitbrachte und auf dem Landsitz Badminton in der Grafschaft Gloucestershire erfolgreich vorstellte. Der Erfolg des Badminton in England lässt sich dabei leicht veranschaulichen. Schon 1893, über 50 Jahre, bevor in Deutschland der erste Badmintonverband gegründet wurde, wurde der erste englische Badmintonverband aus der Taufe gehoben. Und bereits 1899 fanden die All England Championships als wohl wichtiges Badmintontunier statt. Und mangels geeigneter Sporthallen wurde Badminton in England zwischenzeitlich sogar in Kirchen gespielt. Hier reichten der Raum und insbesondere die Höhe aus, damit die Federbälle problemlos durch die heiligen Hallen geschlagen werden konnten. Die Kirchenbänke boten darüber hinaus dem Publikum einen Sitzplatz, um das Badminton Spiel auch gut beobachten zu können.

In Deutschland wurde zwar 1903 der erste Badminton Verein gegründet, doch es dauerte noch, bis Badminton in Deutschland ähnlich populär wie in England wurde. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam für das Rückschlagspiel mit dem Federball in Deutschland der echte Durchbruch. Und auch das begann langsam mit der ersten deutschen Badminton Meisterschaft im Jahre 1953. Erst in den 1970er und 1980er Jahren konnte Badminton in Deutschland einen richtigen Boom verzeichnen. Der Sport wurde in diesen Jahren in Deutschland gern gespielt. Zahlreiche neu gebaute Sporthallen stellten in dieser Zeit den nötigen Platz zum Spielen bereit. Hier konnten die Menschen nun Badminton spielen.

Bis heute konnte sich der Boom der 1970er und 1980er Jahre zwar nicht erhalten, doch für viele Deutsche ist das Rückschlagspiel mit dem Federball auch heute noch eine gern getätigte Beschäftigung in der Freizeit, mit der sich auch die Fitness erhalten lässt. Und viel Ausrüstung ist für das Badminton spielen auch nicht notwendig, sofern ein Spielplatz vorhanden ist. Etwas Sportbekleidung, ein Schläger je Spieler und ein Federball, schon kann mit einem Partner oder mit drei weiteren Spielern Badminton gespielt werden. Da Badminton sowohl zu zweit als auch als Doppel gespielt werden kann, bietet sich das Spiel zu vielen Gelegenheiten an. Wohl kaum ein Wunder, dass das Spiel heute auch noch quer durch die Bevölkerungsschichten in Deutschland beliebt ist und von Arm und Reich sowie von Jung und Alt gespielt wird.